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SRI LANKA

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01.02.2015

Honorarkonsul von Sri Lanka in München Unterschriftenliste übergeben

Mit einem Stapel Unterschriftenlisten forderte die Münchner ai-Gruppe 1575 persönlich den Honorarkonsul von Sri Lanka in München auf, die neue Regierung auf der Insel zur Auskunft über den Verbleib des Journalisten und Karikaturisten Prageeth Eknaligoda zu bewegen. Der ai-Besuch fand am 23. Januar statt – einen Tag, bevor sich das Verschwinden des Journalisten zum 5. Mal jährte. Eknaligoda war am 24. Januar 2010 zuletzt gesehen worden.

Die Übergabe

Seit 9. Januar 2015 regiert ein neuer Präsident Sri Lanka. In friedlichen Wahlen hat Maithripala Sirisena den bisherigen, 10 Jahre aktiven, nepotischen Amtsinhaber Mahinda Rajapaksa abgelöst. Sirisena verspricht eine Aufarbeitung der Vergangenheit. Auch der Besuch des Papstes hat den Blick der Öffentlichkeit wieder auf das Land gelenkt. Daher scheint der Zeitpunkt günstig, jetzt verstärkt an diesem Fall zu arbeiten.Der Honorarkonsul sicherte zu, den Fall Prageeth Eknalogoda an höchster Stelle zur Sprache zu bringen, schränkte allerdings allzu großen Optimismus ein, auch wenn die Menschenrechtsverletzungen aus der Bürgerkriegszeit jetzt aufgearbeitet werden sollen. Einmischung von westlicher Seite stoße oft auf Abwehr. Anders verhalte es sich bei Ersuchen etwa von chinesischer Seite, da Sri Lanka sich zu diesem großen Nachbarn hin orientiere. Hans Hammer sagte auch zu, den neuen Botschafter von Sri Lanka in Berlin, Karanatilaka Amunugama, in Kenntnis zu setzen. Man vereinbarte, dass die ai-Gruppe 1575 mit dem Honorarkonsul in Kontakt bleibe und er umgehend etwaige neue Erkenntnisse mitteile.